O du fröhliche?! Hier kommt der Crash-Test „Weihnachtsfeeling“

Weihnachtsfeeling mit AusstrahlungSiehst Du den goldenen Tannenzapfen vorne im Bild? Davon gab es mal drei. Heute Morgen zumindest. Aber ich fange einfach mal von vorne an…

Wann beginnt bei Dir denn die Weihnachtszeit? Also die ersten Kugeln, Glitzer, Deko… die ersten Türkränze, Blinksterne oder Stimmungsgirlanden?

Als meine Kinder klein waren, war bei mir St. Martin, also der 11.11., der Startschuss, das Haus in weihnachtliche Stimmung zu tauchen. Aber das ist doch viel zu früh, wirst Du jetzt vielleicht denken. Damit beginnt man doch immer erst zum 1. Advent!
Was traditionell üblich ist, fand ich doof. Mir war die Adventszeit einfach immer viel zu kurz um die Zeit wirklich zu genießen. Durch meine eingebaute ‚Verlängerung‘ hatten wir 6 Wochen Zeit, um Plätzchen zu backen, Weihnachtsbilderbücher rauf und runter zu lesen, auf Weihnachtsmärkte zu gehen, Geschenke für Familie und Freunde zu basteln und vor dem Fernseher bei „Wehnachten in Bullerbü“ zu kuscheln und Kakao zu trinken. Wir haben es uns schön gemacht und wir haben die Zeit alle sehr genossen.

Und heute? Mal ehrlich? Hast Du noch „ Weihnachtsfeeling “?

Ich sehe Dich gerade mit dem Kopf schütteln. Die kann ja Fragen stellen! Im November – Weihnachtsfeeling! Ich hab anderes zu tun!
Ganz ehrlich – ich ertappe mich selbst immer mehr dabei, dass der imaginäre Startschuss für erste weihnachtliche Dekorationen immer weiter nach hinten rutscht und das Weihnachtsgefühle immer mehr auf der Strecke bleiben. Die Kinder sind nicht mehr klein, der Job braucht mehr und mehr Zeit, immer ist irgendwas anderes zu tun und alleine auf dem Sofa „Weihnachten in Bullerbü“ zu gucken ist ja auch irgendwie albern. Sieht so nach Nichtstun aus. Als ob ich nichts anderes zu tun hätte… . Wenn ein Kind dabei wäre, ja dann ist es schließlich meine Aufgabe als Mutter. Aber einfach so? Hinsetzen und Kinderfilme gucken? Geht ja gar nicht!

Obwohl…. Warum eigentlich? Brauche ich wirklich jemanden um dieses kuschelig, vorweihnachtliche Glücksgefühl, dieses „Weihnachtsfeeling“ zu erleben oder liegt es einfach an mir, dass es noch nicht da ist? Weil ich dem gar keine Raum gebe, es zu fühlen, in all den Terminen, Konferenzen und Aufgaben die erledigt werden sollen, müssen, können!

Zeit braucht nicht immer eine Aufgabe um sinnvoll zu sein. Das sinnvollste, was wir mit unserer Zeit tun können ist, sie zu genießen! Mit schönen Momenten, mit echter Entspannung, mit gefühlter Nähe, mit schönen Erinnerungen, mit Freunden, der Familie oder bei einem Spaziergang im Wald. In einer Umarmung, bei Kerzenschein oder bei schöner Musik. Obwohl wir immer denken, es wäre andersherum sind das genau die Momente, in denen wir die Zeit nicht verplempern.

Was hast Du schon lange nicht mehr gemacht, obwohl es Dich glücklich macht?

Mein Sohn wollte dieses Jahr im Juni Weihnachtsplätzchen backen. Ich habe ihm einen Vogel gezeigt. Ich weiß – das ist nicht sehr pädagogisch und ehrlicher Weise weiß ich auch gar nicht, warum ich das getan habe. Warum können Weihnachtsplätzchen denn nicht im Sommer gebacken werden? Schmecken tun sie sicher genauso gut. Und Spaß, sie zu backen, macht es bestimmt auch… .

Zurück zu meinem Tannenzapfen und meinem Wunsch nach Weihnachtsfeeling…
Ich bin also heute morgen in den Keller gestiefelt und habe alle Zutaten für den Adventskranz geholt. Nach einer Stunde war der Kranz fertig und ich stellte ihn an seinen Stammplatz. Aber irgendwas fehlte! Kein Weihnachtsfeeling – nur ein Kranz! Und während ich da stand und mir den Kranz ansah, löste sich besagter Tannenzapfen, den ich scheinbar nicht richtig befestigt hatte, knallte auf den Boden und zerbrach in 1000 Teile. So ein Mist! Das sollte also mein Weihnachtsfeeling sein. Lachhaft! Weihnachtsfeeling ist was für Kinder, kapier es doch endlich!

Da sah ich aus dem Augenwinkel, was mir bis dahin gefehlt hatte und ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus.

Glitzer! Weihnachtsglitzer! Durch den zerbrochenen Zapfen hatte sich der Glitzer gelöst, in den er getaucht worden war, und lies den Boden um den Kranz golden schimmern. Wie schön! Weihnachtsglitzer …. geheimnisvoll… stimmungsvoll! Direkt kamen mir die Geschichte vom Adventskalenderengelchen in der Kopf, das jahrelang zu uns kam und, durch meine Söhne, mit selbst gebackenen Keksen und Milch versorgt wurde, da es doch den Wunschzettel abholte und dafür den Adventskalender brachte. Untrügliches Indiz dafür, dass es wirklich das Adventskalenderengelchen war: eine Feder und Glitzerstaub vor der Haustür. Plötzlich war es da, dieses warme, schöne Gefühl. Die Erinnerungen an eine schöne Zeit. Der Wunsch nach mehr…

Den Kakao habe ich im Übrigen schon raus  gestellt und ich muss jetzt aufhören zu schreiben, ich muss nämlich ganz dringend „Weihnachten in Bullerbü“ suchen.  Bis Weihnachten sind es schließlich nur noch 5 Wochen…
Wenn Du noch Inspirationen für eine strahlend schöne Weihnachtszeit brauchst, dann findest Du hier meine 18 ultimativen Weihnachtstipps:

18-tipps-fuer-eine-strahlend-schoene-weihnachszeit

Ich melde mich wieder kurz vor dem Fest bei Dir. Bis dahin wünsche ich Dir viele erfüllende Zeitgeschenke.
Deine

Carolin

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